Du.

Dich sehen. Wärme, überall in meinem Körper, Finger, die kribbeln und ein unverschämt breites Lächeln, wie in mein Gesicht tätowiert. Alles verschwimmt, wird schemenhaft, außer Dir. Nur noch Augen für Dich, nur noch Gehör für Deine Stimme. Deine Stimme, die so tief und ruhig ist, viel älter als Du selbst. Jedes Deiner Worte sauge ich in mir auf, speichere seinen Klang für spätere, einsame Stunden. Wenn Du sprichst, gibt es keinen Gedanken, keine Ablenkung – nur Dich.

Meine Hände verzehren sich nach Deinen wie Pluspol zu Minus. Erst in Deinen verschränkt kommen sie zur Ruhe. Kein Millimeter trennt mich dann noch von Dir. Meine Kuppen betasten jede Stelle Deiner Haut, erfühlen sie wie unbekanntes Territorium. So warm und sanft vertreibst Du meine Kälte. Deine großen Hände, die meinen umschließend, sind ein goldner Käfig – Schutz und Gefängnis. Die Welt da draußen bedrohlich. Ich, Gefangene, liebe den Käfig, der mir die Freiheit raubt und verwundbar macht. Niemals wollte ich entkommen.

Eine Ewigkeit in Deinen Händen wäre nicht genug. Und Du lässt los —

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