Tage eines Sommers | 2

IMG_4140Die Tage fliegen. Die Eindrücke von allen Seiten direkt auf mich zu. Weitere Wochen hier in Mexiko sind vergangen und ich werde nicht müde, Neues zu sehen und zu erleben.

Die letzten Tage, die ich noch frei hatte, haben mein Freund und ich genutzt, um nach Chiapas, einen Bundesstaat im Süden Mexikos an der Grenze zu Guatemala, zu fahren. Chiapas ist der ärmste Staat Mexikos, was sich an der Infrastruktur sehr deutlich zeigt. Extrem viele Schlaglöcher auf den Straßen, beim täglichen Regen Hochwasser, dass es zum Teil unmöglich macht, mit dem Auto voranzukommen. Das Klima reicht von tropisch heiß bis hin zu feucht und kalt, je nachdem auf welcher Höhe man sich befindet.

Unter uns der Río Grande

Begonnen haben wir unseren Trip in Tuxtlá, einer Stadt mit prägnant südlichem Flair. Da die Stadt selbst touristisch, abgesehen von den zwei traditionellen Restaurants, nichts zu bieten hat, haben wir einen Tag in einem Boot am Río Grande verbracht und haben neben einigen Krokodilen eine atemberaubende Felsen- und Klifflandschaft bestaunt.

Río Grande

Río Grande

Auf Empfehlung einiger Ortsansässigen haben wir zwei weitere Tage in San Cristóbal de las Casas verbracht, eine unheimlich pittoreske Kolonialstadt im Hochland. Abgesehen von der Kälte, die mich ziemlich überrascht hat, war die Zeit in San Cristóbal unheimlich malerisch. Auch kulinarisch verwöhnt die Stadt und insbesondere Schokoliebhaber (wie ich) kommen auf ihre Kosten: Selbst gemachte Schokolade (vom Auswählen der Kakaobohnen bis hin zur fertigen Tafel) und traditioneller Kakao, neben unheimlich vielen Süßspeisen, Blätterteiggebäcken und verschiedenen Formen von Dulce de Leche lassen keine Wünsche offen.

Beim Schokolademachen

Beim Schokolademachen

Aber nicht nur die Schokolade (und der Kaffee, der seinen Ursprung ebenso in Chiapas hat) waren die Reise Wert, auch die Natur in der Umgebung ist einfach atemberaubend.

Agua Azul

Agua Azul

Agua Azul, beeindruckend große Wasserfälle, die in wunderbarem türkis erstrahlen (so viel weiß ich zumindest von den unheimlich kitschigen Photos, wir haben alles in Café erlebt, da es den Tag zuvor geregnet hatte) und ein Wasserfall unter dem man schwimmen kann, haben mich aus dem Staunen nicht mehr hinauskommen lassen. Auch und ganz besonders die Mayatempel in Palenque waren die fünfstündige Fahrt von San Cristóbal (und ein damit verbundenes Aufstehen um 5 Uhr morgens) wert.

Palenque

Palenque

Zuletzt noch ein kleines Dankeschön an meinen Freund, der wunderschöne Photos von unserer Reise gemacht hat – mit denen meine Iphone-Schnappschüsse bei weitem nicht mithalten können. 

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