Herbstkuchen zum Frühstück!

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Mitte September. Beim Billa gibt’s Lebkuchen. DAS Indiz, dass Weihnachten maximal noch eine Jahreszeit von unseren Küchen und dann wahrscheinlich doppelt so großen Bäuchen entfernt ist! Da bleibt einem nichts anderes übrig, als ins Fitnessstudio zu radeln, sich dort verschiedene Gewichte vom Leib zu stemmen und ganz fit und clean einen Postworkoutsnack auf Instagram zu posten. Als Vorbereitung auf das große Schlemmen natürlich, das eben mit den Lebkuchen – bei manchen früher, bei manchen später – startet.

Für andere, die ein bisschen verträumter und weniger gestresst mit der eigenen Fitness sind, beginnt aber gerade jetzt die schönste Zeit des Jahres, nämlich eben die in Windeseile verfliegende Zeit vor Weihnachten. Nein, nicht die Vorweihnachtszeit, da fehlen noch die Schokonikoläuse im Sortiment, sondern die wunderbare Herbstzeit. Die Zeit, die Billa mit Maroni und Kürbissen ausruft. Oder romantischer: Die Zeit, in der sich das Laub allmählich zu verfärben beginnt und große Bäume in ein warmes, buntes Blätterkleid schlüpfen. Die Zeit, in der die ersten Kastanien am Boden liegen und ein gewisser Papa seinen Kindern jedes Jahr aufs Neue ein paar als Glücksbringer schenkt. Die Zeit, die man am liebsten hinter beschlagenen Scheiben im Warmen verbringt und endlich zur Ruhe kommt, während draußen ein kalter Wind durch die Straßen pfeift. Und zuguterletzt nicht auch die Zeit, in der wir alle in den glitzernden Impressionen der Modewochen aller großen Städte schwelgen? Und in Wunschlisten von dicken Wollpullovern, langen Schals und vielleicht einem hübschen Paar Raulederstiefeln?

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Mit diesen Gedanken im Kopf hat sich ein neues Rezept in meinen Frühstücksalltag eingeschlichen. Ich, begeisterte Frühstückerin, könnte dies ja drei Mal am Tag tun. Mach ich manchmal auch. Mit dem Kuchen, der jetzt zu meinen Lieblingsfrühstücksrezepten gefunden hat, könnte ich mir auch ein Frühstück mit einem spannenden Buch zur Teatime vorstellen. Aber auch in der Früh, vor oder nach einem Lauf in der mittlerweile frischen Herbstluft, behauptet sich mein Breakfastcake.

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Er ist saftig, dank der Rosinen und der Glasur, schmeckt aber auch nach Herbst und passt bestimmt hervorragend zu einer heißen Schokolade oder einem Chai. Er ist ein Vorbote des Winters und der herrlichen Früchtebrote und Christstollen, mit denen mich besonders unser Stadtmärchen lockt. Das beste an diesem Rezept ist aber, dass es so herrlich gut ist und trotzdem ohne schlechtes Gewissen vernascht werden darf – von Träumern und von Sportlicheren. Denn eigentlich ist es eine Art Oatmeal, das sich hier als Kuchen tarnt.

Also zum Rezept:

Für einen Kuchen (der 3-4 Personen in der früh satt macht) braucht ihr:

  • 3 Bananen
  • 100g Haferflocken
  • 4 Eier
  • 2 Handvoll Rosinen (ganz nach Geschmack mehr oder weniger, für mich gilt je mehr desto besser!)
  • 2 Tl Zimt
  • 1 Tl Vanillepulver (ungesüßt, zB. dieses)
  • 1 Tl Lebkuchengewürz (ich empfehle euch das von Sonnentor!)
  • 1 Tl Öl zum Befetten, etwas Mehl zum Bestäuben

Für die Glasur:

  • 100g Naturjoghurt
  • 1-2 Tl Honig (flüssig!)

Und so geht’s:

  1. Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine Form (in meinem Fall eine Springform) mit etwas Kokosöl (Butter geht genauso) befetten und mit ein wenig Mehl bestäuben.
  2. Haferflocken, Bananen, Eier und Gewürze im Mixer zu einer glatten Masse vermixen.
  3. Die Rosinen im Teig unterheben und anschließend alles in die Form füllen.
  4. Ca. 30 Minuten backen. Währenddessen aus dem Joghurt und dem Honig eine glatte Glasur rühren und auf den fertigen, warmen Kuchen streichen. Eventuell noch mit Beeren dekorieren und auskühlen lassen.

Viel, viel Spaß beim Nachkochen! Ich freu mich über Eure Kommentare.

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