Neu verliebt: Chet Faker

img-chet-faker_075317805564

Vor knapp drei Jahren habe ich mich Hals über Kopf verliebt. Zuerst in seine Stimme, dann in seine Haarpracht. Besagter Herr ist einer der wenigen, die trotz -oder gerade mit! hier scheiden sich die Geister- Vollbart verboten gut aussehen. Mit seiner Musik setzt er aber noch eins drauf, sodass ich das Klischee Mädchen verliebt sich in unnahbaren Musiker absolut und wirklich schamlos erfülle. Darf ich vorstellen, Nicholas James Murphy, besser bekannt als Chet Faker. Definitiv kein Geheimtipp mehr, aber jedes Wiederindenkopfrufen wert.

Sein Debut machte der gebürtige Australier 2012 mit der EP Thinking in Textures, die ich einen ganzen Herbst lang rauf und runter gehört habe und auch jetzt, drei Jahre später, immer noch nicht genug davon habe. Für mich eine geistige Zeitreise nach Berlin, auf einen hippen Designmarkt und in ganz viele schwarz-weiß-grau-Looks. Sein Coversong No Diggity schaffte es in einen TV-Spot während des Superbowls 2013, brachte der USA good vibes und ihm breiteres Gehör. Den großen Durchbruch erreichte Chet Faker 2014 mit der LP Built on Glass, die mittlerweile Platinstatus hat und für mich DER Soundtrack des Herbstes ist.

Seine Songs sind eine Mischung aus jazzigen Klängen, elektronischen Elementen, und seiner rauen, warmen Stimme, die so intim klingt, dass man sich beim Hören direkt an seiner Seite wähnt. Er schreibt all seine Musik selbst und hat sich dabei seinen eigenen Sound aus Electronic und Soul geschaffen, der sich unheimlich smooth und erfrischend unaufgeregt anhört. Für mich ist jeder seiner Songs perfekt, trotzdem passt gerade dieses Prädikat nicht, denn seine Musik scheint nicht den Anspruch an Perfektion zu hegen – und steht damit schon längst darüber. Alle seine Songs grooven, bleiben dabei aber seiner Linie treu, klingen ähnlich und trotzdem nicht gleich. Niemals würde sich der Gedanke von „Langweilig!“ in mein zu seinem Beat klopfendes Musikherz bahnen. Never.

Chet Faker, dessen Künstlername eine Hommage an die Jazzlegende Chet Baker ist, wird mich noch einige  Herbste begleiten und mich ob seiner minimalistischen Cover, aber auch seiner feuerroten Haarpracht immer, immer, immer! ein bisschen schmachten lassen.

Also, Augen zu und tanzen!

Bild via pinterest.com

Advertisements