Zu Besuch bei Florence Welch

Florence

Es gibt wenige noch lebende Frauen, die mich so faszinieren, verliebt machen und beste Freundin sein lassen wollen wie Florence Welch von Florence & the Machine. Bevor ich mich jetzt in einer langen Liebeserklärung ihrer unglaublich dauerhörbaren und trotzdem niemals fad werdenden Musik erstrecke (das wisst Ihr ja alle schon längst), möchte ich heute ihre Wohnung feiern.

Florence lud das Nowness Magazine zu sich nachhause ein und zeigt in einem drei Minuten (und deswegen viel zu!) kurzen Video, wie sie in ihrem kleinen Märchenschloss, denn das ist es auf seine Art und Weise, lebt. Da finden sich Wände voll von Bildern von Frida Kahlo, von Stickereien und der geborenen Venus. Ein himmlisch kitschiges Prinzessinnenbett, in dem sie selbst mit feuerroter Haarkrone träumt. Ein Garten, der grünt und mit allen Arten von Blumen und Pflanzen aufwartet. Inmitten darin ein orientalischer Teppich. Zum Meditieren und Lesen. Ihr Ankleidezimmer, das viel mehr an einen Vintageladen erinnert und so viele bunte Kimonos beherbergt. Sie selbst wirkt in alldem wie ein Teil davon, oder umgekehrt, ihr Heim wie ein Teil von ihr. Künstlerisch, anders, ein bisschen kitschig, keinen Regeln gehorchend und auch keinen Trends folgend. Und deswegen so authentisch und einfach wunderschön. Ein einziges, lebendiges und immer größer werdendes Gesamtkunstwerk.

Dieser Besuch in ihren vier Wänden ist irgendwie intim. Außerdem erfrischend, weil so gar nicht minimalistisch und skandinavisch wie wir es heute aus jedem Einrichtungshaus gewohnt sind. Zum Wohlfühlen brauche sie ein kreatives Chaos und erklärt dies mit einem besonders schönen Bild:

These little piles of books just grow everywhere like stalagmites and stalactites. I definitely need to be with my own thoughts and listen to music and read and write. It’s kind of how I make sense of the world.

Wie gern würde ich Florence jetzt wirklich besuchen.

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