Let’s talk Skincare

Wer von Euch kennt das nicht? Hunderte Produkte, noch mehr Empfehlungen und nicht wirklich eine Übersicht, wie man die Haut vor den kühlen Temperaturen und eisigen Winden des manchmal etwas ungnädigen Herbstes schützt. Ich habe mich in letzter Zeit durch einige Produkte getestet und möchte Euch von Favoriten, aber auch Enttäuschungen berichten und zeigen, was mich jetzt durch die immer kürzer werdenden Tage begleitet.

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Auf Empfehlung einer Freundin habe ich vor ein paar Monaten das erste Mal meine Hautpflegeroutine geändert. Weg von meinem Dauerfavoriten und Niemalsimstichlasser, der Visible Difference von Elizabeth Arden, hin zu einem Drogerieprodukt von Olaz. Überzeugt hat sie mich mit ihrer großen Euphorie darüber, dass billig nicht immer gleich schlecht bedeute.

Wie wir ihr wisst, war ich den ganzen Sommer in Mexiko. Da die empfohlene Olaz-Creme, Regenerist regenerative UV-Cream, einen integrierten Sonnenschutz (SPF 15) hat und meine übliche Hautpflege nicht, gab ich der Drogeriecreme also eine Chance. Dank des Lichtschutzfaktors hab ich den ganzen Sommer so gut wie nie Sonnencreme gebraucht, womit ich schon mal recht zufrieden war. (Manche von Euch werden hier wohl aufschreien, aber ich habe den Sommer über gearbeitet, war also nicht dauernd der Sonne exponiert und hatte deswegen wirklich keine Probleme). Aber – abgesehen von dem richtig frischen Pfirsichduft –  ist der Sonnenschutz das einzige, was mir an der Creme positiv aufgefallen ist. Sie hat zwar eine leichte Textur, wie ich es bei meiner sehr dünnen und sensiblen Haut brauche, aber hat regelmäßig Rückstände auf der Haut hinterlassen. Dauernd ist mir also mein Freund im Gesicht herumgefahren, weil da noch was Weißes war. Auch sonst hat die Creme meine sehr trockene Haut nicht wirklich mit Feuchtigkeit versorgt, weshalb ich sie, noch ca. halbvoll, in die Tiefen meiner Kosmetikschränke verbannt habe. Die komisch gelige Textur und das Fehlen von Pflege haben mich leider ziemlich enttäuscht. Definitiv keine Empfehlung, wenn man sensible und trockene Haut hat!

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Da dieser Post aber nicht nur von Enttäuschungen handeln soll, kommen wir zurück zu meinen wirklich geheiligten Lieblingen. Neben Elizabeth Arden, die ich gerade wieder aufgebraucht habe, gibt es noch einen anderen Dauergast in meiner Hautpflegeroutine. Das ist Annemarie Börlind. Die deutsche Naturkosmetik-Marke setzt nur auf vegane Inhaltsstoffe, weshalb auch die liebe Maddie von Dariadaria begeistert ist und unlängst einen Artikel über ihre Favoriten verfasst hat.

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Im Moment nehme ich nachts das Aqua Nature Hydrating Creme Sorbet, das der größte Luxus ist, den ich meiner Haut gönnen kann. Das Sorbet, eigentlich ja Serum, zieht wunderbar schnell und leicht in die Haut ein, versorgt sie mit genügend Feuchtigkeit und lässt auch keine Spuren zurück. Es ist angereichert mit Hyaluron-Säure (worauf momentan ja die ganze Kosmetikewelt schwört), Aloe Vera, Papyruszellen und marinen Pflanzenextrakten. Meine Haut fühlt sich frischer, weicher und auch schon etwas weniger trocken an. Gerade jetzt im Herbst ist das ein wunderbarer Effekt.

Tagsüber verwende ich die Rosentau Hydro Stimulant Tagescreme, die einen Hauch schwerer ist, aber meiner Haut einen guten Schutz gegen Wind und Wetter bietet. Übrigens: Auch von Dr. Hauschka gibt es eine Rosencreme, die der von Annemarie Börlind in keinster Weise nachsteht und eigentlich auch immer in meinem Standardsortiment zu finden ist.

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Das dritte Pflegeprodukt im Bund der Naturkosmetik, auf das ich auch wirklich schwöre, ist die system absolute Augencreme. Ich gehöre leider zu den weiblichen Pandabären des Nordens, heißt, ich bin nicht nur richtig blass, sondern habe noch dazu dunkelviolette und äußerst resistente Augenringe. Meine Haut drum herum ist also sehr sehr dünn, sonst würde man die lila Schatten wahrscheinlich gar nicht so sehr zu Gesicht bekommen. Deswegen bekomme ich bei jedem Parfumeriebesuch die drohende Warnung, bloß nicht auf die Augencreme zu vergessen. Passiert mir mittlerweile nur noch selten, da die Pflege von Börlind einfach nur grandios ist und meiner sensiblen (und auch sehr leicht reizbaren) Haut um die Augenpartie zusätzlichen Schutz und Abhilfe gegen Ziepen und Rötungen bietet.

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Im Vergleich zu Drogerieprodukten sind die Börlind-Cremen wirklich nicht billig, aber im Verhältnis zu anderen Marken doch preislich sehr verträglich. Dieses Jahr habe ich aber den teuersten Pflege(fehl)kauf überhaupt getätigt, indem ich mir von einer sehr an Oprah erinnernden Verkäuferin bei Mark’s & Spencer einreden habe lassen, dass diese Creme meine ganze Hautstruktur verändern und verbessern würde. Das Zauberprodukt sei die Re-Nutriv Replenishing Comfort Creme von Estée Lauder. Diese Creme soll mithilfe von Heidelbeeren, Leindottersamen und Life-Renewing-Molekülen trockene Haut mit Feuchtigkeit versorgen und auch die ersten Fältchen vorbeugen. Zaubern kann die Creme aber leider nicht. Für junge Haut ist die Textur VIEL zu schwer, die Creme zieht kaum ein und meine Haut scheint die Wirkstoffe gar nicht wirklich aufnehmen zu können. Ich hab sie also an meine Mama weitergegeben, da sie mit ihrer älteren Haut womöglich mehr Freude gehabt hätte. Doch auch sie war unglücklich, denn auch bei ihrer trockenen Haut zog die Creme nicht und nicht ein und beschwerte eigentlich nur noch zusätzlich. Jetzt muss man sich aber mal vorstellen, wie teuer dieses vermeintliche Wunderelixier ist! In Österreich liegt sie bei fast 200 Euro für 50 ml. Ich hab einen Gott sei Dank günstigeren Dollar-Preis gezahlt, bin aber trotzdem traurig, für so viel Geld, so wenig Erfolg bekommen zu haben.

Moral von der Geschicht‘: Billig ist nicht immer schlecht, aber auch nicht automatisch gut. Teuer ist aber genausowenig immer gut, und manchmal wirklich einfach nur teuer. Hat man einmal eine funktionierende Pflege gefunden, ist ein Herumprobieren also meistens eher verschwendetes Geld, als sonderliche Bereicherung. Für mich hat neben Annemarie Börlind, Elizabeth Arden und Dr. Hauschka so schnell mal niemand Platz in meinem Bad.

Kennt Ihr die Marken? Was sind Eure Pflegegeheimnisse, ohne die Ihr nicht könnt? 

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