Mademoiselle Chanel

Mademoiselle

Chanel und mich verbindet eine Liebesgeschichte. Begonnen hat sie eines späten Frühlingstages in Bukarest. Als flexible Reisende habe ich immer leichtes Gepäck und verzichte auf alles, was nicht unbedingt sein muss. So hatte ich abgesehen von einem Pflegebalsam auch keine anderen Lippenprodukte auf ein verlängertes Wochenende nach Bukarest mitgenommen. Reisegrund war universitär, weshalb ich keinen Sinn in auffälligem Make-up sah. Da mich aber eine sehr liebe Freundin begleitete, verschlug es uns abends doch ins Ausgehviertel zu einem After-Work-Cocktail. Um uns gegenseitig noch ein bisschen hübscher zu machen, wühlten wir also in ihren Beautyschätzen, um gleich drei wunderschöne Chanel-Lippenstifte zum Vorschein zu bringen. Ich, zwar keine Chanel-Jungfrau, aber bei den Lippenstiften doch eher bei MAC oder YSL beheimatet, entdeckte eine ganz neue Welt für mich. Und verliebte mich. Hals über Kopf – mal wieder. Die Farben waren unglaublich satt, ließen sich leicht auftragen und zauberten die verführerischsten, vollsten und weichsten Lippen, die man sich vorstellen kann. Unglaublich sinnlich fühlte ich mich mit meinem Kirschmund und schien das auch auszustrahlen. Gleich in der ersten Bar lernten wir zwei junge Herren kennen, die uns gar nicht mehr von der Seite weichen wollten – wir unterhielten uns gut, aber mehr als Neugierde über das rumänische Studentenleben war – zumindest von unserer Seite – nicht dabei. Trotzdem wurde aus dem geplanten Cocktail eine durchtanzte Nacht. Und an diesem langen Abend musste ich kein einziges Mal den Lippenstift nachziehen. Trotz Cocktails, viel Wasser und noch mehr Getanze. Der Lippenstift saß und sah auch beim Heimkommen in den frühen Morgenstunden makellos aus.

Meine erste Mission am folgenden Abreisetag war, den Duty-Free am Flughafen zu überfallen, um mir ein bisschen Chanel als Andenken mitzunehmen. Ich dachte an einen orangestichigen Rotton, da ich mir dies fabelhaft zu meinen Augen vorstellte. Aber mir wurde ein Strich durch die Rechnung gemacht, da meine in großen Summen übrig gebliebenen Lei überall abgewiesen wurden. Pech gehabt, dachte ich mir und plante gedanklich schon einen Besuch bei Douglas.

Die Besuche kamen auch, aber nachdem ich meine große Lippenstiftkollektion zuhause begutachtet hatte, war ich mir farbtechnisch unsicher geworden. Testete viele, aber war von keinem überzeugt. Verschob die Entscheidung und vergaß schließlich darauf.

Mademoiselle

Letzte Woche war ich bei Douglas, um meine Hautpflege neu aufzustocken und ließ aus reiner Neugierde meinen Hautton analysieren. Darauf folgte ein professionelles Make-up und schließlich auch Chanel auf meine Lippen. Ich trug das Make-up einen ganzen Tag lang und fühlte mich so wohl, selbstbewusst und stark, dass ich sogar darauf angesprochen wurde. Diesmal war ich mir sicher, das war die Farbe, die ich wollte. Also wanderte vor ein paar Tagen der Rouge Coco 434 in der Farbe Mademoiselle mit nachhause und verlässt seither nicht mehr meine Lippen.

Mademoiselle

Die Farbe ist ein rosenholziger Nudeton und ähnelt meiner natürlichen Lippenfarbe sehr, weshalb sie perfekt in den Alltag passt. Ich habe – zum Glück! – keine einzige ähnliche Farbe in meiner Kollektion gefunden, weshalb ich Euch im Vergleich zu Mademoiselle meinen anderen liebsten Alltagsbegleiter, nämlich Shanghai Spice von MAC, zeige.

Mademoiselle

Getragen sieht Mademoiselle übrigens so aus:

Welcher Lippenstift begleitet Euch durch den Alltag? Könnt Ihr mir vielleicht noch andere Marken empfehlen?

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