What To Do… in Mexico City

Mexiko-Stadt kennt keine Langeweile. Hier ist immer was los, immer Neues zu entdecken und es gibt immer etwas, das man unbedingt noch sehen wollte. Die meisten von Euch wissen, dass ich in Mexiko-Stadt gelebt habe. Auch wenn ich damals mit Arbeit ziemlich eingedeckt war, habe ich die Wochenenden immer ausgekostet, um die 1000 Seiten dieser unglaublichen Millionenmetropole kennenzulernen. Hier geht’s zu meinen Geheimtipps, was man in Mexiko-Stadt keinesfalls verpassen sollte:

Mexiko-Stadt ist die Stadt mit den meisten Museen weltweit. Die Auswahl hier ist wirklich unüberschaubar, weshalb es wohl niemanden gibt, der sie alle kennt. Ein nicht wirklich geheimer Tipp, den wirklich alle Mexikaner nennen, ist das Museo Nacional de Antropología. Hier gibt es nicht nur seine atemberaubende Architektur zu bestaunen, sondern könnt ihr auch ein Selfie mit dem Sonnenstein schießen, der den meisten als Kalender der Azteken bekannt ist. Außerdem gibt es alles zur Geschichte und Ethnographie Mexikos, wobei allein die kleinen Gärtchen zwischen den Ausstellungsräumen Grund genug sind, einen Nachmittag hier zu verbringen.

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Noch ein Museum, das am Pflichtprogramm der meisten Touristen steht, ist das Privatmuseum von Carlos Slim, in dem Ihr übrigens gratis Eintritt habt! Viele sehen es sich nur von außen an, weil es wirklich außergewöhnlich ist, der Besuch drinnen zahlt sich aber auf alle Fälle aus! Slim versammelt im Soumaya, das nach seiner Frau benannt wurde, über 7 Stockwerke hin alle wichtigen Namen der europäischen Kunstgeschichte von Da Vinci über Rubens, Brueghel, Dalí, Monet, Rodin, Degas bis zu Picasso. Plant also mehrere Stunden ein, um wirklich alles zu sehen.

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Wenn Ihr schon bei Soumaya seid, dann ist der Palacio de Hierro nur einen Katzensprung entfernt. Hier findet Ihr den größten Luxusshoppingtempel ganz Mexiko-Stadts, wo sich alle Marken von Gucci über Chloé, Miu Miu bis hin zu Saint Laurent versammeln und man richtig viel Geld lassen könnte. Aber auch für alle Budgetreisende zahlt sich ein Besuch aus, da es ein ganzes Stockwerk mit dem besten Essen aus aller Welt gibt: Ceviche, Pizza, Crépes, Gourmet-Tacos, Tortas, Ensaladas, die besten Smoothies der Stadt findet ihr dort bei Ojo de Agua 😉

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  • Centro Storico

Ich glaube, für mich gab es keine schönere Beschäftigung, als durchs Centro Storico zu flanieren, das bunte Treiben zu beobachten, die wunderschönen Kolonialbauten zu bestaunen und bei Live-Musik und Drinks über der riesigen Plaza de la Constitución und  Kathedrale zu tanzen. Auch nachts sind Spaziergänge durchs historische Zentrum wunderschön, und, solange man auf den großen Straßen bleibt, ungefährlich. Aber aufgepasst! Auf der rechten Seite der Kathedrale geht es in ein recht gefährliches Viertel, Tepito, in dem man weder tagsüber noch nachts alleine herumspazieren sollte. Ich hab mich einmal dorthin verirrt und all meine Freunde und Arbeitskollegen waren erstaunt, dass ich heil und mit all meinen Sachen wieder rausgekommen bin.

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Eines der meistausgezeichneten Restaurants Mexiko-Stadts und das 12.beste der Welt mit cooler, modernen Einrichtung und unglaublich gutem Essen findet Ihr in Polanco (das ist sowieso der Luxusbezirk). Es gibt immer eine saisonabhängige Karte, weshalb ich Euch empfehle, unbedingt etwas mit Fisch – oder noch besser Pulpo – zu probieren! Reservieren nicht vergessen.

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Wer hingegen trotz kleines Budgets auf hohem Niveau essen will, sollte sich den Geheimtipp aller Chilangos (so werden die Mexikaner Mexiko-Stadts genannt) nicht entgehen lassen: Tacos El Chupacabras kennt jeder Einheimische der Stadt und sind mit Abstand die besten, die ich je gegessen habe. Der Stand befindet sich unter der Brücke bei der Metro-Station Coyoacán (das klingt mindestens genauso abenteuerlich wie es ist, ihn zum ersten Mal zu finden) und verkauft sehr günstige, aber unglaublich köstliche Tacos (ca. 12 Pesos/ Stück).

Wenn Ihr schon in Coyoacán seid, schaut im Haus von Frida Kahlo vorbei und geht ins Zentrum des Viertels, wo es bei El Jarocho den offiziell besten Kaffee Mexikos gibt – kann ich bestätigen.

 

Die größte Bibliothek Lateinamerikas und ein architektonisches Highlight: Mitten in der Bibliothek hängt ein riesiges Walskelett und darüber die zahlreichen hängenden Bücherregale, die über 580 Tausend Medien beherbergen. Man kann sich Bücher in ausgesprochen bequeme Leseecken mitnehmen, das Wlan ausnutzen oder einfach nur auf den unterschiedlichen Ebenen zwischen den hunderten Regalen herumwandeln.

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  • La Roma Norte

Mein Bezirk, meine große Liebe. Hier habe ich die meiste Zeit gelebt und beinahe jede Ecke der Colonia Roma Norte lieben gelernt. Verbringt einen Abend am Platz Cibeles, esst dort Pizza oder Ceviche mit Freunden und genießt eine der vielen fahrenden Musikergruppen. Es ist immer was los, die Stimmung ist toll, und junge Leute versammeln sich vor Lokalen oder kleinen Boutiquen und Vintage-Märkten. Ein Geheimtipp ist der Mercado Roma, bei dem Ihr viele kleine Stände mit Churros, Tacos, Chapulines (Grashüpfer) und anderen mexikanischen Köstlichkeiten findet, die alle wirklich geschmacksexplosiv sind! Es gibt am Dachboden sogar einen bayrischen Biergarten – sollte jemand also Heimweh haben, ist auch da für Abhilfe gesorgt 😉

Stichwort Dachboden: Schaut Euch die Colonia unbedingt von oben an! Gerade die Sonnenuntergänge sind traumhaft und viele Lokale haben kleine Gärten im letzten Stockwerk, wo man bei einem Cocktail und leiser Musik entspannen kann. Ich habe in meiner WG das Glück gehabt, einen Dachboden inklusive zu haben, weshalb ich viele Abende mit Freunden da oben verbracht habe:

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Mexiko-Stadt ist eine pulsierende, aufregende, bunte Stadt, in der es so viel zu sehen gibt, dass sich mehrere Nachmittage mit Erzählungen füllen lassen konnten. Auch dieser Post umfasst nur einen Bruchteil der Dinge, die sehenswert sind, denn diese Stadt hat so viel zu bieten! Ich habe oft Sehnsucht nach dem freien und unbeschwerten Leben dort und werde ganz bestimmt immer und immer wieder zurückkehren. No hay nada como México

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